Archiv der Kategorie: Blogkochshow

Blogkochshow 2009 – Abstimmung

Nachdem  nun auch Frau Indica ein ungemein appetitanregendes Menü mit

  • Vorspeise: Lachscarpaccio mit Grapefruit
  • Hauptgericht: Thunfischsteaks mit Möhrensülze
  • Dessert: Kalifornische Kosakenzipfel

zubereitet hat, kann nun bei Herrn spontiv abgestimmt werden.

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Blogkochshow 2009 – die anderen

Für die zweieinhalb meiner Leser, die nicht eh bei den anderen Blogkochshow-Teilnehmer mitlesen …

Den Anfang machte Herr Exit mit diesen Kompositionen
1. Möhrentarte
2. Lachspasta mit Grapefruit-Weißweinsoße
3. Herbstliche Bratapfeltorte mit karamellisierten Walnüssen

Weiter gings mit den Herren Holger und Gunnar und dieser hinreißenden Speisenfolge
1. Orangen-Möhrencreme-Suppe mit Ingwer und kandierten Walnüssen
2. Lammrücken mit Walnuss-Kräuterkruste und Madeira-Jus
3. Grapefruit-Prosecco-Gelee

gefolgt von Herrn Julius mit folgenden Köstlichkeiten

1. Estragon-Karotten-Tomaten-Suppe mit feiner Basilikum-Note
2. Zarte Butter-Bohnen an Putenmedaillons mit Süßkartoffel-Walnuss-Püree und Sahnesoße
3. Rübli-Brownie an karamellisierter Grapefruit-Mousse und Vanillesoße

Der spontive Blogkochshow-Initiator verwöhnte seine Gäste mit diesen ausgefallen benamsten Kreationen
1. Stein & Thun lungern am Grapefruit-Tümpel!
2. Roastiges Beef badet in Balsamicoreduktion während die Möhren und Kartoffeln in Reih´ und Glied liegen um etwas Quittensoße abzubekommen!
3. 2.000 Kalorien und ein kleines Alibi

Frau creezy kredenzt ebenso kreativ tituliert wie deliziös
1. Eine Terrine von zweierlei Fisch an Salatbouquet mit roten Zwergenmützen und karamellisierten Nachtschattengestalten und deren Aufpasser
2. Filet vom Rind mit Walnusskruste und Möhrchengratin, dazu mindestens ein Maronen-Soufflé
3. Keine siamesischen Flan-Drillinge mit süffisantem Grapefruitkompott

Spätestens seit diesem delikaten Menü glaubt es niemand mehr, wenn Frau Jekylla von sich behauptet „ich kann nicht kochen“
1. Straußenmedaillons bedroht von Preiselbeeren von Salatherzblättern umzingelt
2. Walnußrisotto mit Rinderfilet gewürgt vom Speckbolero an Karottenkartoffelgemüse, ertränkt in Curry-Sahne-Sauce
3. Grapefruit-Joghurtcreme ohne Besonderheiten

Nun fehlt noch Frau Indica

Blogkochshow 2009 – Das Resultat

Ein Menü mit 3 Gängen also. So sagen es die Regeln. Ich liebe Menüs mit 3 (oder mehr) Gängen.

Wenn ich sie serviert bekomme.

Selbst zu hohen Fest- und Feiertagen gibts hier seit Jahren keine selbstgekochen mehrgängigen Geschichten mehr. Schließlich will ich den Tag genießen und nicht gestresst in der Küche agieren ;-) Und unter der Woche ist Grundvoraussetzung für jede warme Mahlzeit: schnell muß es gehen. Alles was länger als 30 (in Ausnahmefällen mal 45) Minuten braucht bis es auf dem Tisch steht, braucht sich in unserer Küche nicht blicken zu lassen. Und nun 3 Gänge und das auch noch freiwillig …

Am vergangenen Wochenende habe ich mich an die Hinrichtung Be- und Verarbeitung der Zutaten begeben.

Die Pflichtzutaten kamen alle zum Einsatz. Zugekauft habe ich

Putenbrust 4,85 €
Prinzessböhnchen 2,99 €
Orangen 2,49 €
Sahne 1,58 €
Polenta 2,49 €
Thymian 0,99 €

Damit habe ich das 15 €-Budget um 39 Cent überschritten, allerdings ist der größte Teil der Polenta noch da und wird anderweitig verwendet. Ach ja, und vom Nachtisch habe ich 4 ‚Portionen gemacht. Alle sonst noch verwendeten Zutaten waren – wie auch die Mitesser – vorhanden.

Festgestellt habe ich bei der Aktion allerdings, dass kochen und gleichzeitig fotografieren nicht mein Lieblingszeitvertreib werden kann (bisken stressig für ne alte Frau ;-) ) Daher fehlen leider von einigen Arbeitsschritten Fotos.

Genug der Worte …

1. Gang Möhrenessenz mit Polenta-Blumen

 

2. Gang Putenbraten in Portweinsauce mit Walnuss-Prinzessböhnchen

 

3. Gang Bayerische Creme mit Orangen-Grapefruit-Ragout

 

Fazit:
Auch wenns zeitweise stressig war, hat es mir großen Spaß gemacht. Einen bloggenden Gast kann ich leider nicht bieten, sondern nur meine große Schwester. Ich darf von ihr ausrichten, dass alles sehr gut geschmeckt hat und überlebt hat sie es auch ;-) Bei dem 2. Gang hat selbstverständlich Toulouse auch nachdrücklich ihren Anteil am Putenbraten eingefordert und mit gutem Appetit verspeist. Von uns dreien gibt es daher ein großes Dankeschön an den spontiven Initiator der Aktion.

Blogkochshow 2009 – 1. Gang

Die Möhren hatte ich von Anfang an für eine Suppe vorgesehen. Möhrencreme wollte ich aber nicht unbedingt. Tante Google brachte mich dann zu einem Rezept für eine klare Möhrensuppe.

Des einfacheren Umrechnens halber habe ich die angegebenen Mengen halbiert, also

Polenta-Blumen
125 ml Milch
125 ml Gemüsefond
62 gr. Polenta

Möhrenessenz
500 ml Gemüsefond
500 gr Möhren
1 Zimtstange
1 TL Pfefferkörner
1 Wacholderbeere
1 Zweig Thymian
etwas Sherry
Salz, Pfeffer

 

Die Polenta wartet geduldig darauf, dass das Milch-Brühe-Gemisch zu kochen beginnt um sich dann – unter Rühren – innigst mit demselben zu verbinden. Sobald sich die Polenta als dicker Kloß vom Topfboden löst, wird sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gestrichen

 

und darf abkühlen und sich überraschen lassen, für welchen Ausstecher ich mich entscheide.

Als nächstes vergnügen sich die geschälten und fein geriebenen Möhren (eine Möhre beseite legen) mit Pfefferkörnern, Wacholderbeere und Zimtstange im Topf.

 

Gemeinsam mit dem Gemüsefond und einem Schuß trockenen Sherry

 

dürfen sie 30 Minuten im – außer fürs Foto – geschlossenen Topf leicht kochen.

 

Anschließend die Brühe durch ein feines Sieb gießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich habe nochmal etwas Sherry dazugegeben, da mir die Suppe zu süßlich schmeckte. Die restliche Möhre in sehr feine Streifen schneiden. Zum Servieren die Suppe gut erhitzen und die Möhrenjulienne 2-3 Minuten darin ziehen lassen. Anrichten, Fertig!

Blogkochshow 2009 – 2. Gang

Die Mitwirkenden des 2. Ganges – Putenbraten in Portweinsauce mit Walnuss-Prinzessböhnchen – friedlich versammelt:

 

Im einzelnen waren erschienen

400 gr Putenbrustfilet
75 ml Portwein
200 ml Geflügelfond
60 gr Schalotten (im original Perlzwiebeln)
1/2 EL Butter
eine ungezählte/ungewogene Menge Granatapfelkerne (im Original 170 gr Cranberries)
1 EL Beerenmarmelade (im Original Aprikosenmarmelade)
Salz, Gewürzmischung „fire wall“, Thymian

250 gr Prinzessbohnen
20 gr Walnüsse
1/2 EL Butter
1 TL abgeriebene Zitronenschale

Die Putenbrust wurde nach dem Würzen

 

mit Küchengarn in Form gebunden und in Öl ringsum angebraten. Nach dem Ablöschen mit Portwein wurde der Geflügelfond angegossen. Dann durfte das Gürteltier der Putenbraten 45 Miunten bei schwacher Hitze garen.

 

In der Zwischenzeit wurden die Schalotten in kochendem Wasser 3-4 Minuten blachiert, abgegossen, kalt abgeschreckt und gehäutet (Ich stelle fest: blanchierte Schalotten fühlen sich seltsam an.) Anschließend wurden sie in einer Pfanne mit 1 EL Zucker bestreut 1-2 Minuten karamellisiert. Die Butter fühlte sich einsam und wollte auch in die Pfanne. Nachdem dann noch die Marmelade mit 1-2 EL Wasser untergerührt war mußte der ganze Sums bei mäßiger Hitze noch ca. 8-10 Minuten unter rühren dünsten. (Die im Original vorgesehen Cranberries wären zeitgleich mit der Butter in die Pfanne gewandert.)

Und dann waren da noch die Bohnen: abspülen, putzen und in Salzwasser ca. 6-8 Minuten kochen. Walnüsse hacken, Bohnen abgießen, Butter erhitzen, Walnüsse kurz darin rösten. Bohnen in der Walnussbutter schwenken und die Zitronenraspel unterrühren.

Unterdessen wartet der Putenbraten vermutlich schon einige Zeit darauf, dass wir ihm wieder unsere Aufmerksamkeit widmen. Selbigen aus dem Bratenfond nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Sauce binden und 2-3 köcheln, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schalotten und Granatapfelkerne in die Sauce geben. Fleisch aufschneiden und mit Sauce und Bohnen anrichten. Auf eine weitere Beilage wurde verzichtet.