Zielgruppe

Als ich dieser Tage ein neues Mobiltelefon für meine Schwester suchte, habe ich dann auch erfahren für welche Zielgruppe Großtastenhandys entwickelt wurden …

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Die Firma *** entwickelt seit 1991 Geräte für die mobile Kommunikation. Dabei konzentriert sich *** auf eine ganz spezielle Zielgruppe: 40+. Das Problem sahen die ***** in erster Linie darin, dass es viele Kunden in dieser Altersgruppe gibt, die sich gerne ein Handy zulegen möchten, aber mit den technischen Anforderungen der rasanten Entwicklung auf dem Mobilfunkmarkt nicht zurecht kamen. Doch auch den ewigen „Handy-Verweigerern“ wollte *** mit seinen einfach zu bedienenden Handys das mobile Telefonieren schmackhaft machen.

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Also, ihr lieben alten Vierzigjährigen da draußen, steht ruhig zu euren Schwächen, gebt zu, dass die rasante technische Entwicklung euch überfordert und kauft euch beim nächstenmal ruhig ein Seniorenhandy.

Zur Ehrenrettung der Firma *** muß ich aber sagen, dass ich diesen Text bei einem Handyverkäufer fand, nicht bei der Firma *** selbst. Diese gibt als Zielgruppe 60+ an. Ich würde – in meinem jugendlichen Alter von gerade mal 55 – da gerne noch so 15 bis 20 Jahre draufgeben ;-)

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Ein Gedanke zu „Zielgruppe

  1. Kiki

    Das Problem ist, daß die eierlegende Wollmilchsau einfach nicht machbar ist. Man will ein supersimpel zu bedienendes Handy, für das man nicht erst Bedienungsanleitungen studieren muss. Da entfällt eigentlich alles ausser dem iPhone, und selbst das ist z.B. meiner Mutter (Mitte 70) zu kompliziert (ihr iPad mag sie zwar, aber es geht ihr auf die Nerven, weil es so langsam ist. Sie ist zu schnell und ungeduldig für Computer). – Man will, daß die Sprachqualität so gut ist, wie sie es in den 90ern selbst beim billigsten Handy war oder besser, klar. Schliesslich sind wir zwanzig Jahre weiter, also warum klingt heute ein 800€-Smartphone selbst über T-Mobile wie ein Dosentelefon? – Man will, daß es keine Brille zum Telefonieren oder Mails checken braucht sondern man das auch so schafft. Da ist Apples zwei-Finger-Zoom schon ok, nur das Display halt zu klein für die Inhalte der meisten, schlecht programmierten Webseiten. – Man will ja auch kein Kuchenblech ans Ohr halten, wie das Galaxy Note.

    Handys, Smartphones, jede Art von technischem Gerät wird von Leuten entwickelt, die Mitte 20 bis Mitte 30 sind und einfach nicht nachempfinden können, wie es ist, wenn die Augen oder Ohren nicht mehr so doll sind, aber der Verstand noch messerscharf. Kann man sich nicht vorstellen, will man sich nicht vorstellen. Und recht bald werden die Alten die Mehrheit sein. Die Weitsichtigen jetzt so auszugrenzen ist an Kurzsichtigkeit nicht zu überbieten.

    Antwort

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