Mord en miniature

Zusammenfassung der ursprünglich andernorts veröffentlichten Ereignisse

17.09.2008, 21:01 Uhr

Die Kunstsammlerin Carlotta von Brzlwyz-Dorsch wurde in ihrem Wohnzimmer ermordet aufgefunden.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

17.09.2008, 21:55  Frau Claudia bemerkt:

„Ich vermute, sie hat unmittelbar vor ihrem Tode versucht, die Tür mittels Buddha zu verrammeln – aber da war der Täter – oder die Täterin? – schon eingetreten (muß also schlank sein, da die Position des Buddha nur noch einen geringen Grad der Türöffnung zuließ). Zu prüfen ist, ob die Tatwaffe – Brieföffner oder Stilett? – in Frau Brzlwyzens Sammlung gehört oder mitgebracht wurde. Ebenfalls wichtig: steht Frau Violetta mit der Ermordeten in irgendeiner Beziehung?“

18.09.2008, 15:45 Uhr Herr Exit fragt ungeduldig:

„Aber was hat es denn nun mit dem Mord auf sich?“
 
Den Einwand, dass die Polizei noch ermittele, mag er nicht gelten lassen:

„Und wir sollen einfach abwarten und Tee trinken? Überhaupt! Wer ist Carlotta von Brzlwyz-Dorsch? Welche Kunst sammelt sie? Und wieso haben Sie, Frau Bhuti, die Ermordete fotografieren können?“

18.09.2008, 23:10:
Nun, ich kam zufällig mit meiner Kamera am Tatort vorbei und da der Polizeifotograf aus mir nicht näher bekannten Gründen nicht erschien, wurde ich gebeten, einzuspringen. Daher kann ich hier auch noch eine Gesamtaufnahme des Wohnzimmers nachreichen.

Bei der Tatwaffe handelt  – wie mir aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreis zugetragen wurde – es sich um ein Kochmesser aus dem Besitz der Toten.

 
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4 Gedanken zu „Mord en miniature

  1. Claudia

    Das Messer steckt nicht in, sondern liegt neben der Toten; die Blutspuren darauf weisen darauf hin, daß Frau B. nicht erstochen wurde (das hätte einen höheren Verschmierungsgrad der Klinge zur Folge), sondern ihr die Kehle durchschnitten wurde.
    Es gibt keine Spuren von Kampf, die Wohnung ist vollkommen ordentlich.
    Möglicher Tathergang: Der Täter (oder die Täterin) macht sich durch Zuruf von außen bemerkbar, Frau B., die jemand anders, den sie fürchtet, erwartete und dabei war, die Tür zu verrammeln, wähnt bei dieser ihr bekannten Stimme keine Gefahr, öffnet die Tür einen Spalt breit. Täter tritt ein, erbittet von Frau B. ein Küchenmesser, nimmt es an und schlitzt ihr die Kehle auf. Andere Möglichkeit: Täter tritt durch die spaltoffene Tür ein, geht mit Frau B.s Einverständnis in die Küche, um die Tatwaffe zu holen, zurück ins Wohnzimmer, ermordet dort die widerstandslose Frau B., läßt die Tatwaffe liegen und zieht sich zurück.

    Wenn etwas gestohlen wurde, muß der Täter genau gewußt haben, wo das begehrte Objekt stand oder lag – nichts ist durchwühlt.

    Hatte Frau B. in der Sammler- und Kunsthändlerszene nahe Bekannte, denen eine solche Tat zuzutrauen ist?

    Antwort
  2. Nachteule

    Frau Claudia,
    wenn die arme Kunstsammlerin aufgrund durchschnittener Kehle gestorben wäre, müsste doch alles voller Blut sein. Auf dem Fußboden ist aber nicht ein einziger Bluttropfen zu sehen. Nicht einer!
    Das lässt darauf schließen, dass Fundort nicht gleich Tatort ist.
    Außerdem wäre zu ermitteln, welche Kunstwerke eventuell fehlen.

    Antwort
  3. Claudia

    Ich gestehe, an die Masse Blut im Falle einer aufgeschlitzten Kehle habe ich nicht gedacht, wohl, weil ich gewöhnlich keine Kehlen aufschlitze.
    Möglicherweise war es doch ein Stich in die Lunge, und das Messer wurde herausgezogen und ist durch einen noch unbekannten Zufall nur teilweise verschmiert (an Hose abgewischt?).
    Daß Fundort und Tatort nicht identisch sind, ist natürlich möglich, aber doch unwahrscheinlich, es sei denn, wir gehen von zwei Tätern aus, die das Opfer mit äußerster Vorsicht getragen haben (keine Schleifspuren, keine Unordnung). Warum aber liegt die Tatwaffe neben der Leiche, wenn der Tatort ein anderer war? Ein Hinweis, ein Zeichen?
    Ich bin mit meinem Latein am Ende. Herr Exit, Frau Bhuti! Bitte äußern Sie Ihre Verdächte! Jeder noch so kleine Hinweis kann helfen.

    Antwort
  4. bhuti

    Naja, ich kann ja schlecht einen Verdacht äußern ;-)

    Aber, kein einziger Bluttropfen auf dem Fußboden stimmt nicht. Der dunkle Fleck unter/neben Carlotta, an dem/in dem auch das Messer liegt, ist kein Schatten. Ist auf den Fotos wohl etwas schlecht zu erkennen.

    Antwort

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