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Sherry-Panna cotta

Zutaten für 4-6 Portionen:
450 ml Sahne (250 ml mit 32 % Fett, 200 ml mit 15 % Fett)
40 g Zucker
3,5 Blätter Gelatine
1 EL Pedro Ximenez-Sherry

Zubereitung:
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. In der Zwischenzeit die Sahne erhitzen, aber nicht kochen. Den Zucker hinzugeben und gut verrühren. Die Gelatine ausdrücken und in der heißen sahne auflösen. Sherry dazugeben und die Sahne von der Herdplatte nehmen. In Förmchen oder kleine Tassen füllen.

Mehrere Stunden kühl stellen und fest werden lassen. Die Förmchen kurz in heißes Wasser tauchen, mit einem dünnen, scharfen Messer am Rand der Form entlangfahren und die Panna cotta stürzen.

Dazu gabs Sauerkirschragout mit winterlichen Gewürzen.

Zutaten:
1 kleines Glas Sauerkirschen
Saft von 1-2 Orangen
1 Stück Zimtstange
1 Sternanis
3 Gewürznelken
1 Kardamomkapsel
5 Pimentkörner
Mark einer halben Vanilleschote
2 Streifen unbehandelte Orangenschale
1 TL Speisestärke

Zubereitung:
Den Saft der Sauerkirschen abgießen und auffangen. Mit frisch gepreßtem Orangensaft auf ca. 200 ml auffüllen. Den Saft mit den Gewürzen erhitzen und einige Zeit ziehen lassen. Die Gewürze entfernen, den Saft aufkochen und mit Speisestärke leicht binden. Etwas abkühlen lassen, über die Sauerkirschen geben und weiter abkühlen lassen.

Tässchen Suppe jemand?

Es war an der Zeit Suppennachschub zu kochen. Diesmal eine

Möhrencremesuppe mit roten Linsen und Orange

Das Rezept stammt – wenn auch von mir leicht abgewandelt – aus dem Buch “Meine Sonnenküche” von Virginie Besançon.

Zutaten.
600 g Möhren, geschält und in feine Scheiben geschnittten
2 Zwiebeln, geschält und feingehackt
4 Knoblauchzehen, geschält und fein geschnitten
200 g rote Linsen
1,5 l Gemüsebrühe
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Saft von 1 Orange
1 EL Honig
100 ml Sahne

Zubereitung.
Die Möhren zusammen mit den Zwiebeln, dem Knoblauch und den roten Linsen 20 Minuten in der Gemüsebrühe kochen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Topfinhalt mit dem Mixstab zu einer cremigen Suppe pürieren. Orangensaft, Honig und Sahne zufügen.

Änderungen:
weniger Gemüsebrühe dafür Saft von 2 Orangen
Ingwer, Chili und 1 TL Currypulver

Nachschlag

Suppe Nr. 3 ist eine Rote Bete-Birnensuppe

500 g Rote Bete (für Faule wie mich: vorgekocht), 2 Birnen, 3 kleine Kartoffeln und die üblichen Verdächtigen: Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Chili, Koriander, Kardamom, 750 ml Gemüsebrühe

Projekt Mittagspausensuppen

Wenn ich auf die Frage, wo in Duisburg sich mein Arbeitsplatz befindet, antworte „am Innenhafen“ ist die Reaktion meistens „oh, toll“ „super“ etc. (gerne ergänzt um das Bäähwort location). Ich allerdings wäre froh, wenn sich die Büros meines Arbeitgebers immer noch direkt im Stadtzentrum befänden. Für die Gestaltung der Mittagspause war das deutlich günstiger. Kleinere Einkäufe ließen sich in der Zeit erledigen und vor allem das Nahrungsmittelangebot war abwechslungsreicher.

Okay, am Innenhafen gibt es Restaurants in Mengen, aber jeden Mittag im Restaurant essen kostet sowohl viel Geld als auch viel Zeit. Die üblichen Chinapizzadönersonstwas-Bringdienste werden auf Dauer langweilig. Die Konsistenz der morgens beim Brötchenservice gekauften belegten Brötchen ist mittags, na ja, nicht so prickelnd.

Jeden Abend etwas vorkochen zum mitnehmen – nee, danke, keine Lust ;-)
Jeden Morgen Butterbrote fertigmachen und mitnehmen – s.o. Außerdem, gebe ich zu, gerade im beginnenden Winterdreivierteljahr hätte ich gerne etwas Wärmendes. Da bieten sich doch Suppen an. Es lassen sich jeweils mehrere Portionen vorbereiten und einfrieren. Morgens mitnehmen, auftauen lassen, mittags bisschen Karussell fahren lassen, Stück Brot dazu – wärmt, sättigt und schmeckt (äh, hoffentlich).

Die beiden ersten Probesuppen sind gekocht, teilweise gegessen und eingefroren.

Kürbis-Apfel-Cremesuppe
1 Hokkaido-Kürbis, 2 Äpfel, Knoblauch, Ingwer, Koriander, Chili, 1 l Gemüsebrühe

Die Balsamico-Dekoration ist nicht sehr dekorativ geraten ;-)

Pastinaken-Topinambur-Apfel-Cremesuppe
500 g Pastinaken, 300 g Topinambur (300 g gekauft, war allerdings relativ viel Abfall, in der Suppe sind vermutlich nur 180 – 200 g gelandet), 2 Äpfel (einer hätte gereicht), Knoblauch, Ingwer, Curry

Hier in der Urlaubsluxusvariante mit Granat.

verliebt

Am liebsten würde ich nur noch Speisen zubereiten, für die eine Zutat gerieben werden muß …

Parmesan reiben z. B. hat noch nie soviel Spaß gemacht. Danke creezy, hierfür und für alles andere natürlich auch. Toulouse läßt übrigens ausrichten, dass die kleinen bunten Snacks ja wohl die leckersten Snacks überhaupt sind und dass es eine Unverschämtheit ist, dass ich ihr die 13 Jahre vorenthalten habe.

Alltagsküche

Nach den 3-Gang-Menü-Höhen gehts jetzt zurück in die Niederungen der Alltagsküche:

Risotto mit roten Linsen und Hähnchenbrustfilet im Schinkenmantel

 

Zutaten für 2 Portionen
100-120 gr Risottoreis
1 Schalotte
400 ml Brühe
rote Linsen (ich wieg die nie ab, ich schmeiß einfach nach Gefühl rein)
Olivenöl
geriebener Käse
2 Hähnchenbrustfilet
luftgetrockneter Schinken
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Schalotte in feine Würfel schneiden. Olivenöl im Topf erhitzen, Schalottenwürfel glasig andünsten, Reis dazugeben und etwas anschwitzen. Mit etwas Brühe ablöschen. Den Reis köcheln lassen, nach und nach Brühe hinzugeben, hin und wieder umrühren. Nach ca. 10 Minuten die roten Linsen hinzugeben. Nach 20 Minuten etwas geriebenen Käse (vorzugsweise Parmesan) unter den Risotto rühren.

Hähnchenbrustfilet in nicht zu kleine Stücke schneiden (bei mir werdens meist 6 Stücke pro Filet). Salzen, pfeffern und mit Schinken umwickeln. In einer beschichteten Pfanne mit wenig Fett bei mäßiger Hitze braten.

Blogkochshow 2009 – Das Resultat

Ein Menü mit 3 Gängen also. So sagen es die Regeln. Ich liebe Menüs mit 3 (oder mehr) Gängen.

Wenn ich sie serviert bekomme.

Selbst zu hohen Fest- und Feiertagen gibts hier seit Jahren keine selbstgekochen mehrgängigen Geschichten mehr. Schließlich will ich den Tag genießen und nicht gestresst in der Küche agieren ;-) Und unter der Woche ist Grundvoraussetzung für jede warme Mahlzeit: schnell muß es gehen. Alles was länger als 30 (in Ausnahmefällen mal 45) Minuten braucht bis es auf dem Tisch steht, braucht sich in unserer Küche nicht blicken zu lassen. Und nun 3 Gänge und das auch noch freiwillig …

Am vergangenen Wochenende habe ich mich an die Hinrichtung Be- und Verarbeitung der Zutaten begeben.

Die Pflichtzutaten kamen alle zum Einsatz. Zugekauft habe ich

Putenbrust 4,85 €
Prinzessböhnchen 2,99 €
Orangen 2,49 €
Sahne 1,58 €
Polenta 2,49 €
Thymian 0,99 €

Damit habe ich das 15 €-Budget um 39 Cent überschritten, allerdings ist der größte Teil der Polenta noch da und wird anderweitig verwendet. Ach ja, und vom Nachtisch habe ich 4 ‘Portionen gemacht. Alle sonst noch verwendeten Zutaten waren – wie auch die Mitesser – vorhanden.

Festgestellt habe ich bei der Aktion allerdings, dass kochen und gleichzeitig fotografieren nicht mein Lieblingszeitvertreib werden kann (bisken stressig für ne alte Frau ;-) ) Daher fehlen leider von einigen Arbeitsschritten Fotos.

Genug der Worte …

1. Gang Möhrenessenz mit Polenta-Blumen

 

2. Gang Putenbraten in Portweinsauce mit Walnuss-Prinzessböhnchen

 

3. Gang Bayerische Creme mit Orangen-Grapefruit-Ragout

 

Fazit:
Auch wenns zeitweise stressig war, hat es mir großen Spaß gemacht. Einen bloggenden Gast kann ich leider nicht bieten, sondern nur meine große Schwester. Ich darf von ihr ausrichten, dass alles sehr gut geschmeckt hat und überlebt hat sie es auch ;-) Bei dem 2. Gang hat selbstverständlich Toulouse auch nachdrücklich ihren Anteil am Putenbraten eingefordert und mit gutem Appetit verspeist. Von uns dreien gibt es daher ein großes Dankeschön an den spontiven Initiator der Aktion.

Blogkochshow 2009 – 1. Gang

Die Möhren hatte ich von Anfang an für eine Suppe vorgesehen. Möhrencreme wollte ich aber nicht unbedingt. Tante Google brachte mich dann zu einem Rezept für eine klare Möhrensuppe.

Des einfacheren Umrechnens halber habe ich die angegebenen Mengen halbiert, also

Polenta-Blumen
125 ml Milch
125 ml Gemüsefond
62 gr. Polenta

Möhrenessenz
500 ml Gemüsefond
500 gr Möhren
1 Zimtstange
1 TL Pfefferkörner
1 Wacholderbeere
1 Zweig Thymian
etwas Sherry
Salz, Pfeffer

 

Die Polenta wartet geduldig darauf, dass das Milch-Brühe-Gemisch zu kochen beginnt um sich dann – unter Rühren – innigst mit demselben zu verbinden. Sobald sich die Polenta als dicker Kloß vom Topfboden löst, wird sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gestrichen

 

und darf abkühlen und sich überraschen lassen, für welchen Ausstecher ich mich entscheide.

Als nächstes vergnügen sich die geschälten und fein geriebenen Möhren (eine Möhre beseite legen) mit Pfefferkörnern, Wacholderbeere und Zimtstange im Topf.

 

Gemeinsam mit dem Gemüsefond und einem Schuß trockenen Sherry

 

dürfen sie 30 Minuten im – außer fürs Foto – geschlossenen Topf leicht kochen.

 

Anschließend die Brühe durch ein feines Sieb gießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich habe nochmal etwas Sherry dazugegeben, da mir die Suppe zu süßlich schmeckte. Die restliche Möhre in sehr feine Streifen schneiden. Zum Servieren die Suppe gut erhitzen und die Möhrenjulienne 2-3 Minuten darin ziehen lassen. Anrichten, Fertig!

Blogkochshow 2009 – 2. Gang

Die Mitwirkenden des 2. Ganges – Putenbraten in Portweinsauce mit Walnuss-Prinzessböhnchen – friedlich versammelt:

 

Im einzelnen waren erschienen

400 gr Putenbrustfilet
75 ml Portwein
200 ml Geflügelfond
60 gr Schalotten (im original Perlzwiebeln)
1/2 EL Butter
eine ungezählte/ungewogene Menge Granatapfelkerne (im Original 170 gr Cranberries)
1 EL Beerenmarmelade (im Original Aprikosenmarmelade)
Salz, Gewürzmischung “fire wall”, Thymian

250 gr Prinzessbohnen
20 gr Walnüsse
1/2 EL Butter
1 TL abgeriebene Zitronenschale

Die Putenbrust wurde nach dem Würzen

 

mit Küchengarn in Form gebunden und in Öl ringsum angebraten. Nach dem Ablöschen mit Portwein wurde der Geflügelfond angegossen. Dann durfte das Gürteltier der Putenbraten 45 Miunten bei schwacher Hitze garen.

 

In der Zwischenzeit wurden die Schalotten in kochendem Wasser 3-4 Minuten blachiert, abgegossen, kalt abgeschreckt und gehäutet (Ich stelle fest: blanchierte Schalotten fühlen sich seltsam an.) Anschließend wurden sie in einer Pfanne mit 1 EL Zucker bestreut 1-2 Minuten karamellisiert. Die Butter fühlte sich einsam und wollte auch in die Pfanne. Nachdem dann noch die Marmelade mit 1-2 EL Wasser untergerührt war mußte der ganze Sums bei mäßiger Hitze noch ca. 8-10 Minuten unter rühren dünsten. (Die im Original vorgesehen Cranberries wären zeitgleich mit der Butter in die Pfanne gewandert.)

Und dann waren da noch die Bohnen: abspülen, putzen und in Salzwasser ca. 6-8 Minuten kochen. Walnüsse hacken, Bohnen abgießen, Butter erhitzen, Walnüsse kurz darin rösten. Bohnen in der Walnussbutter schwenken und die Zitronenraspel unterrühren.

Unterdessen wartet der Putenbraten vermutlich schon einige Zeit darauf, dass wir ihm wieder unsere Aufmerksamkeit widmen. Selbigen aus dem Bratenfond nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Sauce binden und 2-3 köcheln, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schalotten und Granatapfelkerne in die Sauce geben. Fleisch aufschneiden und mit Sauce und Bohnen anrichten. Auf eine weitere Beilage wurde verzichtet.

Blogkochshow 2009 – 3. Gang

Das Beste gabs zum Schluß.

Die Zutaten für die Creme:

2 Blatt Gelatine
3 Eigelb
50 gr Rohrzucker (im Original Puderzucker)
Mark von 1 1/2 Vanilleschoten
300 gr Sahne
1 EL Grand Marnier

für das Ragout:

60 gr Rohrzucker (Puderzucker)
1/4 l Orangensaft
Mark einer 1/2 Vanilleschote
1 cm Zimtrinde
2 Streifen Orangenschale
2 TL Speisestärke
Filets von 1 Orange und 1 Grapefruit (2 Orangen)
(je 100 gr weiße und blaue Trauben – weggelassen –)
120 gr Walnüsse (Maronen)

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Das Eigelb mit dem Zucker und dem Vanillemark in eine Schüssel geben

 

und mit dem elektrischen Handrührer so lange schlagen, bis eine helle schaumige Masse entstanden ist. Mit links den Handrührer durch die Rührschüssel tanzen zu lassen und mit rechts zu fotografieren war auch mal ne neue Erfahrung:

 

Der Versuch mit links zu fotografieren während ich mich rechts rührte, führte zu sehr schrägen Ergebnissenj ;-)

Die Sahne halb steif schlagen. Den Grand Marnier erhitzen, die ausgedrückte Gelatine darin auflösen und unter die Eigelbmasse rühren. Ein Drittel der Sahne mit einem Schneebesen hineinrühren, den Rest vorsichtig unterheben. Die Creme in Portionsförmchen füllen

 

und im Kühlschrank fest werden lassen.

Orange und Grapefruit filetieren.

 

 

Für das Ragout 20 gr Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. mit dem Orangensaft ablöschen. Zucker Vanillemark, Zimtrinde und Orangenschale dazugeben.

 

Aufkochen und mit Speisestärke leicht binden, abkühlen lassen. Zimtrinde und Orangenschale entfernen und die Orangen- und Grapefruitfilet damit marinieren.

 

Die Walnüsse in einer Pfanne erhitzen, Zucker hinzugeben und bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Die Creme mit dem Ragout und den Walnüssen anrichten. Voilà.